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MS-Schutz und Recht: Steuern

Veröffentlicht am

Herr Mag. Rolf Reiterer informiert in seiner Funktion als diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger (DGKP) mit abgeschlossenem Studium der Rechtswissenschaften direkt in MS – Selbsthilfegruppen oder per Telefon. Die nunmehr erscheinende Rubrik behandelt wahre Geschichten, die ihm im Laufe seiner Tätigkeit bekannt wurden. Die Namen sind dabei zufällig gewählt, die Inhalte umfassen nicht nur einen konkreten Fall, sondern setzen sich aus mehreren Geschichten zusammen.

Anton hat in einem meiner Vorträge gehört, dass man – wenn man krank ist – gewisse geleistete Zahlungen, bei der Steuer geltend machen kann. Nachdem der Vortrag schon längere Zeit zurücklag, könne er sich nicht mehr genau erinnern, ob dem tatsächlich so ist und falls ja, wie er hier vorzugehen habe. Er wandte sich daher erneut an mich. Ich erkläre ihm, dass man es „Aufwendungen geltend machen“ oder „Aufwendungen absetzen“ nennt und es bei der Einkommenssteuererklärung vor zu nehmen ist. In der Tat ist es so, dass durch körperliche oder geistige Behinderung entstandene Aufwendungen, die Einkommensteuerbemessungsgrundlage senken.1

Eben das versteht Herr Anton nicht: „Was heißt denn Bemessungsgrundlage? Was bringt mir denn, dass ich sie senke? Wie viel bekomme ich zurück, wenn ich 500,– Euro für meine Krankheit ausgegeben habe?“ Tatsächlich – bestätige ich – ist das Ganze gar nicht so einfach zu verstehen. Aus diesem Grund erkläre ich ihm, würde ich das Thema Steuer gerne genauer erklären, damit es verständlicher wird. Er freut sich und erklärt mir, genügend Zeit zu haben.

Jahresgehalt ist entscheidend

Wie ich es auch gerne in meinen Vorträgen darstelle, sind wir in Österreich gerne „NettorechnerInnen“. Ich meine damit, dass wir von unserem Gehalt nur den „Nettobetrag“ sehen, weil wir ohnehin nur den Nettobetrag überwiesen bekommen. Tatsächlich aber verdienen wir um einiges mehr. Das „Netto“ ergibt sich aus dem „Brutto“ minus der Sozialversicherungsbeträge und minus der Einkommenssteuer. Das ist Herrn Anton als auch den meisten von uns sehr leicht verständlich. Bei der Berechnung wird es aber komplizierter. Was ist nun unter einer Einkommenssteuerberechnungsgrundlage zu verstehen? Diese ergibt sich aus Bruttogehalt oder Bruttopension eines ganzen Jahres, abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge. Ja richtig: Eigentlich kommt es nicht auf das Monatsgehalt, sondern auf das Jahresgehalt an. LohnverrechnerInnen in Betrieben, können bei der monatlichen Abrechnung daher nur annähernd die Lohnsteuer bestimmen, weswegen es oft schon deswegen anzuraten ist, eine Lohnsteuererklärung im darauffolgenden Jahr zu machen, um das tatsächliche Steuerausmaß berechnen zu lassen. Und wie das geht, erfahren Sie in unserem nächsten Blog-Artikel zu „MS und Recht“.

Quelle:

MSeitenweise 1/2018, S. 12-13

Referenz:

1 siehe §35 EStGialministeriumsservice.at
Der Autor ist für die Inhalte des Beitrags selbst verantwortlich. Novartis Pharma GmbH übernimmt keine Gewähr oder Haftung für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Inhalte dieses Fremdbeitrags.


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