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Die/Der PatientIn als ExpertIn

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Eva-Maria LASS, Dipl.Res.®Coach (www.semtool.at), erzählt im Gespräch mit DKGP Cornelia Maglot, Patient Relations Manager, wie Betroffene durch gezielte Fragen zu Ihrer Erkrankung ExpertInnen werden können.

Was meinten Sie mit: „Die/Der PatientIn ist ein/e ExpertIn“? Normalerweise ist das doch die/der MedizinerIn?

Frau Lass: Die/der ArztIn ist ExpertIn für die Krankheitssymptome, die Diagnose und die Therapie. Betroffene sind ExpertInnen für „das Kranksein“, seinen Körper und das Leben, das er führt!

Wie kann man als PatientIn seinem ÄrztInnenteam gegenüber als ExpertIn auftreten?

Frau Lass: Auf Augenhöhe mit der/m ArztIn sprechen, können nur PatientInnen, die die Therapie einhalten. Es geht nicht darum, der/m ArztIn einen Gefallen zu tun. Es geht darum sich selbst der beste Freund zu sein und die Therapieentwicklung, die Nebenwirkungen und die Auswirkungen auf den Körper genau zu beobachten und im Gespräch zu berichten. Dann kann die Therapie immer wieder genau auf die aktuelle Situation des Patienten abgestimmt werden.

Welche Fragen kann die/der PatientIn seiner/m ÄrztIn stellen, wenn man das Gefühl hat, den Befund der Vorsorgeuntersuchung nicht zu verstehen?

Frau Lass: Als erstes ist es wichtig zu wissen, dass es völlig normal ist, in einer stressigen Situation wie bei einem Arztbesuch nicht alles zu verstehen! Gehen Sie in dieser Verfassung nicht nach Hause. Bleiben Sie sitzen und machen Sie in ruhigem Ton klar, welchen Teil des Gesprächs Sie nicht verstanden haben.

Welche Botschaft möchten Sie abschließend mitgeben?

Frau Lass: Als PatientIn ist man immer in einer Art Ausnahmesituation. Gerade in solchen Momenten braucht man gute Freunde: Seien Sie selbst gut zu sich, halten Sie die Therapie ein und beobachten Sie sich und Ihren Körper genau. Und! Lassen Sie ÄrztInnen Ihre zweiten besten Freunde werden. Reden Sie offen mit ihnen, denn sie wissen, was zu tun ist!

Herzlichen Dank Frau Lass für dieses spannende Interview und die vielen hilfreichen Tipps!

Frau Lass: Sehr gerne!

Auszug aus dem Patient.Partner Magazin 02/2019, AT1910757878, Datum der Erstellung: 10/2019


Veröffentlicht in: PatientInnen, Angehörige
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